Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Reiseeindrücke einer Japanreise der besonderen Art.

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Nacktfestival, zwei alte Burgen, Tempel, Gärten und Schreine, Schneeaffen und Kirschblütenfest

Eigentlich war Japan nie mein Reiseziel. Ich war bisher lieber in Schwarzafrika, Südostasien und Neuguinea unterwegs. Dann schickte mir eine Bekannte Bilder von dieser Reise. Da habe ich mir gesagt, dass musst dir auch einmal ansehen.

In Hiroshima kam man schon ins Grübeln, wenn man durch den Friedenspark geht. Es macht nachdenklich. Das Nacktfestival im buddhistischen Saidai-ji-Tempel war Exotik pur. Tausende Teilnehmer in Sumokleidung, ringen um zwei Holzstäbchen. Es ging weiter zu der Künstlerinsel Naoshima, deren Besuch förmlich ins Wasser fiel. Es hat den ganzen Tag geregnet, leider. Aber was möglich war haben wir doch gesehen. Der Besuch der weißen Burg Himeji und der schwarzen Krähenburg bei Matsumoto hat mich sehr beeindruckt.

Kyoto, die alte Kaiserstadt, mit all ihren Sehenswürdigkeiten, der Kinkauji-Tempel oder auch Goldene Pavillon genannt, eines der Wahrzeichen von Japan. Die berühmten Steingärten, der für mich beeindruckende Fushimi-Inari-Schrein, ein Heiligtum dessen Weg sich über einen ganzen Berg hinzieht und den man durch vielleicht 5000 orangefarbene Torii, Holztore die von Gläubigen gestiftet wurden, durchwandert. Auf dem Nishiki-Markt kann man alles kaufen, was für die Küche Japans von Bedeutung ist. Vor allem viel frischer Fisch und Meeresfrüchte.

In den Gärten von Kanazawa werden im Winter die Äste der Pinienbäume hochgebunden, damit sie nicht durch die Schneelast abbrechen. In den Ortschaften Gokajama und Shirakawago denkt man an den Norden von Deutschland. Viele der alten Häuser sind noch mit Stroh gedeckt.

Ein Erlebnis besonderer Art ist auch der Besuch der Schneeaffen im Höllental von Yudanaka, wenn auch bei unserem Besuch ohne Schnee. Den Abschluss machten wir zu der Halbinsel Izu, in der Nähe von Tokio, wo schon im Februar durch eine warme Meeresströmung das Apfelblütenfest gefeiert wird. Ein Besuch auf dem Tokio-Tower rundete diese schöne Reise ab.

Alles in allem eine super Reise und das mit einem super Reiseleiter, Herr Simeon Peter. Er hatte immer alles im Blick, hatte anscheinend alle Fahrpläne von Bussen und Bahnen im Kopf, denn er führte uns immer zur richtigen Abfahrtszeit zu den Bussen und Bahnen. Er ist ein Perfektionist im Organisieren. Eine Besonderheit dieser Reise ist auch, dass alle Fahrten von Hiroshima bis Tokio mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht wurden und so habe ich die Pünktlichkeit dieser Busse und Bahnen schätzen gelernt, sie fahren wirklich auf die Minute genau. Zudem hatte man auch immer Kontakt zu den netten, zuvorkommenden und freundlichen Menschen von Japan.

Alles in allem eine Reise, die ich nicht missen mag und es ist gut, dass die alten kulturellen Strukturen des Landes noch zu sehen sind und erhalten werde.

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