Von Santa Cruz ins frühlingshafte Sucre, Stadtführung
Von Santa Cruz, dem größten Flughafen Boliviens, fliegen Sie heute nach Sucre. Hier werden Sie am Flughafen abgeholt und unternehmen am Nachmittag eine Tour durch das koloniale Zentrum der „Weißen Stadt“. Sucre befindet sich zwischen den grünen Bergen östlich des Altiplano. Sie ist die schönste Stadt Boliviens, die aufgrund ihres intakten kolonialen Zentrums zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Dank ihrer Höhenlage auf 2.710 m.ü.M. ist ihr Klima das ganze Jahr über frühlingshaft mild. Die Kathedrale Metropolitana, die Plaza 25 de Mayo, der große Obelisk, das Kloster San Felipe de Neri und das Theater Gran Mariscal mit seiner wunderschönen Fassade sind nur einige architektonische Attraktionen im historischen Zentrum der Stadt. Die Einwohner Sucres sind stolz auf ihre Stadt, die im Jahre 1825 zur Hauptstadt der neu gegründeten Republik Boliviens erklärt wurde. Vom Aussichtpunkt "La Recoleta" genießen Sie einen wunderschönen Blick über die roten Ziegeldächer und weißverputzten Fassaden der Stadt. Übernachtung im Hotel.
Sonntagsmarkt von Tarabuco
Am Morgen fahren Sie zum Sonntagsmarkt in den kleinen, 60 km entfernt liegenden Ort Tarabuco, auf einer Höhe von ca. 3300 Meter gelegen. Hier gehört die traditionelle Kleidung der Bewohner dieser Region, von feinster Webkunst verziert, zum ganz normalen Altagsbild, ist Tarabuco doch auch das Zentrum der Yampara Kultur, und umgeben von vielen Yampara-Webergemeinden. Von weit her kommen die Einheimischen, oft auch zu Fuss, um hier ihre Wocheneinkäufe zu tätigen. Sie schlendern durch die engen Straßen des Ortes, vorbei an den vielen Marktständen, und genießen die noch recht authentische Atmosphäre. Nach dem Mittagessen Rückfahrt nach Sucre, der Rest des Tages steht für eigene Erkundungen zur freien Verfügung. Übernachtung wie am Vortag.
Besuch der Silberstadt Potosi, Weiterfahrt zum Salar de Uyuni
Heute fahren Sie von Sucre in das in 4000m Höhe gelegene Potosi. Zunächst geht es jedoch bergab zum Rio Pilkomayo, dessen Talsohle bei 2200m gequert wird. Von hier aus schlängelt sich die Straße über lange Serpentinen hinauf ins Altiplano, bis die Stadt Potosi erreicht wird. Potosi ist die höchste Stadt der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe. Der Berg, an dem die Stadt erbaut wurde, lieferte das Silber, das das spanische Reich von 1545 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts finanzierte. Der Name des Berges, "Cerro Rico", bedeutet wörtlich "reicher Berg". Bei einem Stadtrundgang durch das koloniale Zentrum erfahren Sie mehr über die grandiose Vergangenheit dieser Stadt, die zu ihrer Blütezeit zeitweise größer war als Paris oder London, und deren düstere Seite die Geschichte von dem Tod der unzähligen indigenen Bolivianer erzählt, die bei der Arbeit in den Minen unter den spanischen Kolonialherren zu Tode kamen. Sie besuchen den Minermarkt und den Silberberg Cerro Rico (NUR von außen!), und erfahren mehr über das Leben an und in der Mine, um sich ein Bild von den beeindruckenden und zugleich erschreckenden Bedingungen zu machen, unter denen immer noch, wie zur Kolonialzeit hier nach Edelmetallen gegraben wird. Am Nachmittag dann die landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Fahrt von Potosi nach Uyuni mit diversen Stopps, wie an einem Aussichtspunkt über einen Canyon und im Valle de los Cactus unterwegs. Vor Sonnenuntergang dann ein fantastischer Ausblick und die Fahrt hinab in die tiefste Senke im Altiplano – den Salzsee von Uyuni. Übernachtung im Salzhotel in Colchani, wo Sie am Abend eintreffen.
Salzwüste von Uyuni
Am Morgen Fahrt im Allradfahrzeug in die mit 12.000 km² größte Salzwüste der Welt. Am Rande des Salzsees im kleinen Salzverarbeitungsort von Colchani, wird in mühevoller Handarbeit das Salz des Salars zu Speisesalz verarbeitet wird. Sie besuchen einen familiären Kleinstbetrieb, bevor Sie eintauchen in das schier unendlich erscheinende „Weiß“ des Salars. Am Horizont thront dominant der Vulkan Tunupa über dem Nordufer des Salars, dessen Richtung Sie einschlagen. An den Flanken des Tunupa-Vulkans besichtigen Sie das Höhlengrab und die Mumien von Coquesa (mit dem Fahrzeug). Von hier liegt Ihnen der Salar im wahrsten Sinne des Wortes zu Füßen. Im Anschluss Besuch des kleinen Museums von Chantani. Zu Mittag Picknick inmitten des gigantischen Salzsees, mit atemberaubenden Blicken über die Weite des puren Weißes. Danach Weiterfahrt zur „Insel“ Incahuasi. Mitten im Salzsee gelegen, gehört sie zu den absoluten Hightlights der Region. Ein kleiner Rundweg führt Sie über die Insel, wo Sie die Jahrhunderte alten Kakteen bestaunen können, die bis zu 12m in den blauen Himmel ragen. Vom Aussichtspunkt haben Sie eine 360° Rundumsicht über den Salar. Am Abend erleben Sie einen unvergesslichen Sonnenuntergang im Salzsee. Übernachtung wie am Vortag.
Salar – Lagunen des Altiplano – Siloli-Wüste
Am heutigen Morgen queren Sie den Salzsee noch einmal von Ost nach Süd und besuchen die schöne und einsame Insel Pia Pia. Von dort geht es dann über den kleinen Lamahirtenort San Juan, mit Besuch der Grabtürme der Necropolis von San Juan. Im „Valle de las Rocas“ wird Sie die Laguna Turquiri mit ihrer Vogelwelt verzaubern. Eine atemberaubende Landschaft erwartet Sie am Nachmittag. Vom Aussichtspunkt des noch aktiven Vulkans Ollague gelangen Sie an die wie an einem Band aufgereiten Seen „Laguna Cañapa“, „Laguna Hedionda“, „Laguna Chiarkota“, „Laguna Honda“, und die „Laguna Ramaditas“. An dessen flachen Uferregionen können Sie die drei in dieser Region vorkommenden Flamingo-Arten beobachten, die an diesen fast unwirtlich erscheinenden Wasserstellen, umrahmt von hartem Borax und Schwefel-Krusten nach Nahrung suchen. Sie verlassen das Tal der Lagunen und tauchen ein in eine ausgedehnte Sand-, und Steinwüste – die Wüste „Siloli“, eine fantastische surreale Landschaft, die die ganze Farbpalette an Terrakotta- und Ocker-Tönen bereithält. Inmitten dieser anmutenden Gegend erreichen Sie Ihr Hotel. Übernachtung in der Siloli Wüste. Übernachtung im Hotel.
Arbol de Piedra, Laguna Colorada und Laguna Verde
Recht früh starten Sie heute in den Tag und Ihre Fahrt führt Sie zuerst vorbei am „Arbol de Piedra“, einer von Erosion geschaffenen Steinfigur. Ein gutes STück später erreichen Sie das absolute Highlight im Herzen des Avaroa-Reservats – die von Algen rot gefärbte „Laguna Colorada“, mit ihren Heerscharen an Flamingos. Am Geysirfeld „Sol de Mañana“ – einem „teuflischen“ Spektakel von zischenden Wasserdampfsäulen und blubbernden Erdlöschern, haben Sie letztlich den höchsten Punkt der Reise erreichet: 5000m ü.NN. Im Salar de Chalviri erwartet Sie ein Farbspiel von Schneeweiß, Wüstenrot und Azurblau, in dessen Umgebung die heißen Thermalquellen von Polques Sie zu einem Stopp einladen. Schon kurz dahinter öffnet sich das Tal „Valle de las Damas del Desierto“ – auch „Salvador-Dali-Wüste“ genannt. Felsformationen vom Wind geschliffen – einzigartig in ihrer Form, und einsam in einer riesigen Sandwüste der Erosion preisgegeben.
Und wenn Sie glauben, dass es nun nicht mehr schöner geht, liegt die Perle dieser Region vor Ihnen, die türkis glänzende „Laguna Verde“ am Fuße des majestätischen Vulkans „Licancabur“. Von hier fahren Sie nach Uyuni zurück, wo Sie am Nachmittag einen Rundgang in den Felsformationen des Valle de las Rocas unternehmen. Kurz vor Uyuni statten Sie noch dem Dorf San Cristobal und dessen historischer Kirche einen Besuch ab, bevor Sie zum Sonnenuntergang den Zugfriedhof von Uyuni erreichen. Dieser bezeugt die Geschichte des blühenden Mineralgeschäftes Anfang des 20. Jahrhunderts und dessen Verfall nach dem Einbruch der Weltmarktpreise. Uyuni war zu dieser Zeit ein Knotenpunkt diverser Zugverbindungen und stellte die Anbindung an die Hochseehäfen im heutigen Chile sicher. Übernachtung im Hotel.
Flug und Fahrt über La Paz nach Copacabana am Titicacasee
Sie werden zum Flughafen von Uyuni gebracht und fliegen nach La Paz. Abholung und Fahrt nach Copacabana am Titicacasee. Während der Fahrt begleiten Sie wunderschöne Ausblicke auf die vergletscherten 6000er der Cordillera Real (Königskordillere). In Tiquina an der Seeenge zwischen dem Lago Menor (Wiñaymarka) und dem Lago Mayor (Chucuito), queren Sie hinüber in einem kleinen mit Außenbordmotor betriebenen Boot. Auf der anderen Seite geht es in Ihrem Fahrzeug weiter. Am Nachmittag erreichen Sie den Wallfahrtsort Copacabana, den Sie auf einem Spaziergang erkunden. besonders sehenswert ist die mächtige Pilgerkirche, die der Jungfrau von Copacabana geweiht ist. Übernachtung im Hotel.
Bootstour zu Sonneninsel und Mondinsel (Isla del Sol und Isla de la Luna)
Heute erwartet Sie eine wunderschöne Bootstour über den Titicacasse hinüber zur heiligen Insel der Inka, der Isla de Sol (Sonneninsel). Am Pilkokaina-Tempel, einem zweistöckigen Inkapalast, der einst vom Inka Tupac Yupanqui gebaut wurde, gehen Sie an Land. Nach dem Besuch schlängelt sich von hier aus ein leicht ansteigender Eselspfad über landwirtschaftlich genutzte Anbauterrassen hinauf auf den Kamm der Sonneninsel mit prächtiger Aussicht über den See. Hinab über die Inkatreppe und vorbei am „Jungbrunnen“ geht es dann per Boot weiter zur Isla de la Luna, der Mondinsel. Sie beherbergt die Ruinen des Iñak Uyu Tempels oder auch Mondtempel genannt, der einst ein "Ajillawasi" oder das “Haus der ausgewählten Jungfrauen der Sonne" darstellte. Hier finden Sie in anmutender Ruhe spektakuläre Ausblicke, die bis hinüber zur Königskordillere mit ihren vergletscherten Sechstausendern reichen. Genießen Sie ein traditionelles Mittagessen (Aptapi), bevor Sie am frühen Nachmittag die Rückfahrt nach Copacabana antreten. Sie fahren weiter nach La Paz, wo Sie gegen Abend ankommen. Übernachtung im Hotel.
Tempel von Tiwanaku sowie Seilbahnfahrt, Hexenmarkt und Stadttour in La Paz
Am Morgen Fahrt nach Tiwanaku, den wichtigsten archäologischen Ort Boliviens. Tiwanaku war zu prä-Inka-Zeiten die Hauptstadt eines großen Andenstaates der Tiwanaku-Kultur. Noch heute kann man auf einer Fläche von 30ha die Reste eines enormen Tempelkomplexes besichtigen. Die bekanntesten Tempel sind Kalasasaya, in dessen Inneren sich das berühmte Sonnentor (Puerta del Sol) befindet, und der sogenannte "halb-unterirdische Tempel" (Templo semi-subterraneo) mit seinen geheimnisvoll in Stein gemeiselten Köpfen. Nach der ausgiebigen Besichtigung fahren Sie zurück nach La Paz, dem Regierungssitz des Landes. Hier erwartet Sie die atemberaubende Fahrt in einer der 2015 eingeweihten Seilbahnlinien, die die Stadt La Paz und El Alto überspannt. Fantastische Blicke über die in einem riesigen Talkessel gelegene Andenmetropole werden Sie staunen lassen. Ein schier endloses Häusermeer, das die Hänge emporklettert, wird überthront von den vergletscherten Gipfel der Königskordillere und dem gigantischen Eisberg Illimani. Im historischen Zentrum angekommen, erkunden Sie den sogenannten Hexenmarkt, die Kirche San Francisco, die Plaza Murillo mit den Regierungsgebäuden, und die berühmte Calle Jaen, die von der kolonialen Vergangenheit der Stadt zeugt. Übernachtung im Hotel.
Abreise
Heute heißt es Abschiednehmen. Je nach Ihrer Flugzeit oder Ihrem Anschlussprogramm steht Ihnen der Vormittag zur freien Verfügung. Transfer zum Flughafen von La Paz oder Start Ihres Anschlussprogramms.