Ankunft in Windhoek – Sesfontein
Fahrradkleidung gepackt? Waden geölt? Dann kann es ja mit guter Laune im Gepäck losgehen auf eines der spektakulärsten Abenteuer Ihres Lebens. Mitten drin im Nirgendwo, mitten drin in Namibias einzigartiger Landschaft, mitten drin im Leben … Ausgeruht kommen Sie am Flughafen in Windhoek an und werden sogleich mitgerissen von der Gastfreundschaft Ihres Reiseleiters. In schnellem Tempo geht die Fahrt anschließend in Richtung Norden, vorbei an der Capitale Windhoek und dem Ort Outjo, wo Sie ein kurzer Mittagsstopp erwartet. Zu Gast sind Sie im Sesfontein Guesthouse. Gast meint dabei schon fast Familie, denn Sie lernen sogleich das Team für die nächsten Tage kennen. Nachdem die Räder inspiziert und fachkundig eingestellt wurden, geht es auf eine kleine Erkundungstour, um sich mit Ihrem Gefährt für die nächsten Tage vertraut zu machen. Am Abend wartet dann ein leckeres Abendessen und müde fallen Sie in die kuscheligen Betten. Übernachtung im Sesfontein Guesthouse. (Fahrzeit ca. 8h, 700 km).
Sesfontein – Purros
Alle, die einen festen Reiseverlauf erwarten, müssen wir leider enttäuschen – denn diese Reise lebt von Flexibilität, Team- und Abenteuergeist. Belohnt werden Sie mit malerischen Eindrücken in einer der einsamsten Gegenden unserer Erde. Nach dem Frühstück fahren Sie gen Norden durch recht hügelige Landschaft bis Sie nach circa 2,5 Stunden eine Kuriosität erreichen: Ihren ersten Stoneman. Ein unbekannter Künstler baut seit Jahren hier in Namibias unwirtlichstem Teil, dem Kaokoveld, mannshohe Steinfiguren… und keiner weiß, warum. Fakt ist – ein Blickfang sind sie allemal.
Da die Muskeln schon leicht zu brennen anfangen, legen Sie die restlichen 70 Kilometer bis Purros im Begleitfahrzeug zurück. Im Anschluss heißt es auspacken: denn alle fleißigen Helfer errichten das Camp. Wie wäre es mit einem leichten Mittagessen?
Am späten Nachmittag, wenn die glutrote Sonne langsam am Horizont versinkt, radeln Sie den Hoarusib, einen Trockenfluss, hinunter. Mit etwas Glück schauen Ihnen dabei die seltenen Wüstenelefanten zu. Wenn Ihnen langsam die Puste ausgeht, laden Sie die Räder auf und genießen den ultimativen Sundowner. Mit Drinks und Snacks in der Hand, die Sonne vor Augen und die Füße im Sand neigt sich der ereignisreiche Tag dem Ende. Zurück im Camp wartet ein leckeres Abendessen gekrönt vom heimeligen Lagerfeuer. Besser kann dieser Tag nicht enden. Übernachtung im Zelt.
Purros – Orupembe
Frühaufsteher kommen heute gewaltig auf ihre Kosten – denn schon vor Sonnenaufgang ruft Ihr Reiseleiter zum Aufbruch und so radeln Sie knapp 30 km flussaufwärts. So viel Power muss belohnt werden, also wartet ein ausgiebiger Brunch im Schatten eines ausladenden Baobabs. Damit die Kalorien gleich sinnvoll genutzt werden, geht es mit etwas Anstrengung über Passstraßen bis zum Chumib-Revier. Auch auf der heutigen Route warten die fotogenen Stoneman auf Sie. Im Begleitfahrzeug geht es anschließend die restlichen 50 km bis Orupembe, wo Sie heute Ihr Lager aufschlagen. Kuriosität Nummer 2 gibt es danach: Lust auf ein eiskaltes Bier? Dann ab zum einzigen Shop weit und breit, wobei Shop schon etwas übertrieben ist. Lassen Sie sich überraschen! Am Abend wird Ihr Guide zum Meisterkoch und überrascht mit allerlei Leckerbissen vom Grill. Mit einem Gin Tonic oder einem Windhoek Lager in der Hand können Sie dann schon mal Sterne zählen. Wer Kraft tanken möchte für den nächsten aufregenden Tag, der bezieht schon mal sein Feldbett und kuschelt sich in seine Bettdecke. Übernachtung im Zelt.
Orupembe – Rooidrom
Um die Kühle des beginnenden Tages optimal zu nutzen, geht es erneut am frühen Morgen los. Zunächst radeln Sie gen Norden bis zur nächsten Kuriosität. Was macht ein rotes Benzinfass mitten im Nirgendwo? Richtig, es dient als Wegweiser und hat sogar einen eigenen Eintrag auf der Landkarte: Rooidrom. Unterwegs stärken Sie sich wieder bei einem üppigen Brunch. Von Rooidrom radeln Sie weiter gen Westen. Weil das Kaokoveld unzugänglich und rau ist, haben sich hier Wüstenelefanten, Nashörner und sogar Löwen angesiedelt. Vielleicht erspähen Sie einige von ihnen? Am frühen Nachmittag schlagen Sie Ihr Lager auf und haben Zeit zum Spazieren gehen, zum Fotografieren oder schlicht zum Relaxen. Am Lagerfeuer werden dann die Geschichten ausgepackt und mit Gin Tonic, Wein oder Bier auf die Erlebnisse angestoßen. Unter der Milchstraße schläft es sich wiederum besonders gut. Übernachtung im Zelt.
Rooidrom – Purros
Nur der Reißverschluss Ihres Zeltes trennt Sie von der Natur und so werden Sie auch heute wieder staunen, wenn sich langsam der Vorhang zur Savanne hebt. Wiederum startet der Tag zeitig und kreuz und quer geht es südlich in Richtung Purros, nicht ohne die Stoneman erneut abzulichten. Ein Brunch darf natürlich auch heute nicht fehlen. Wenn die Waden müde sind, steht das Begleitfahrzeug sofort parat und bringt Sie nach Purros und im Anschluss weiter in den Hoanib. Im trockenen Flussbett satteln Sie erneut Ihr Rad und legen noch einmal 20 km in einem Seitenarm des Hoanib zurück. Elefanten, Löwen und Giraffen kreuzen mit etwas Glück Ihren Weg, denn die Region ist ein Musterbeispiel für die Wiederansiedlung wilder Tiere. Ihr Reiseleiter zieht am Abend noch einmal alle Register und kredenzt namibische Küche pur. Übernachtung im Zelt.
Purros – Sesfontein
Der letzte Morgen fernab der Zivilisation bricht heran. Um die Einsamkeit optimal zu nutzen, geht es erneut zeitig los und Sie radeln 2-3 Stunden flussaufwärts durch den Hoanib in Richtung Sesfontein. Wer möchte, kann das Begleitfahrzeug nutzen. Im Sesfontein Guesthouse angekommen, werden Sie mit großem Hallo und einem zünftigen Brunch empfangen. Der Rest des Tages steht zu Ihrer freien Verfügung. Wie wäre es mit der nächsten Kuriosität? Ein Bad beim Ongongo-Wasserfall, der in dieser kargen Wüste dennoch immer Wasser führt. Alternativ warten die Himba, das letzte Halbnomadische Volk Namibias, auf Sie oder Sie unternehmen eine letzte Sundownerfahrt (alles optional). Wenn die Sonne dann untergeht, erwarten Sie kulinarische Freuden – die perfekte Belohnung für die Strapazen der letzten Tage. Übernachtung im Sesfontein Guesthouse.
Abreise
Atmen Sie noch ein letztes Mal die Weite Namibias ein, die trockene warme Luft, die so zum Träumen anregt. Wie wäre es mit einer kleinen Ausfahrt, um Afrika Adieu zu sagen? Wer gar nicht genug von Namibia bekommen kann, dem sei die Weiterreise in den tierreichen Norden oder den spektakulären Süden empfohlen. Alle anderen werden pünktlich zum Flughafen transferiert.