Fotoreise: Kreuzfahrt im Packeis

Mit der Kamera auf Expeditionskreuzfahrt

Teilen 25.04.2023

Expeditionserlebnisse in RAW, Portraits von Pinguinen, und Eisberge mit Bokeh-Effekt. Eine Expeditionskreuzfahrt bietet Fotografen unzählige Motive und fotografische Erlebnisse. Doch: Fotoreise oder normale Expeditionskreuzfahrt, welche Tour ist die richtige für Sie?  

Was ist das Besondere an DIAMIR-Fotoreisen in die Arktis und die Antarktis?  

Diese Touren sind – wie alle DIAMIR-Fotoreisen – für Gäste gedacht, die gern fotografieren, von den Tipps und Anregungen durch einen erfahrenen Fotoreiseleiter profitieren und ihr fotografisches Wissen und Können verfeinern und erweitern möchten.  Das fotografische Zusatzprogramm auf einer Expeditionskreuzfahrt in die Arktis oder Antarktis umfasst unter anderem individuelle Unterstützung beim Fotografieren und bei der Umsetzung eigener Bildideen, Tipps und Tricks rund um Technik und Bildgestaltung sowie Bildbesprechungen in kleiner Gruppe. Die DIAMIR-Fotoreiseleiter sind darüber hinaus dank ihrer Zielgebietskenntnis auch ideale Ansprechpartner für nichtfotografische Fragen. 

Detail in Szene gesetzt: Historischer Segler Antigua
Spiel mit dem Licht: Gletscherkante des Gaffelbreen, St. Jonsfjord
Bild 1: Detail in Szene gesetzt: Historischer Segler Antigua Sandra Petrowitz
Bild 2: Spiel mit dem Licht: Gletscherkante des Gaffelbreen, St. Jonsfjord Sandra Petrowitz

Wie läuft eine solche Fotoreise ab?  

Üblicherweise treffen Sie spätestens am Pier auf Ihre Mitreisenden; häufig lernt man sich auch schon vorher kennen, zum Beispiel auf der Anreise. Ihr Fotoreiseleiter ist Ihr Ansprechpartner für Fragen aller Art und wird ein erstes Treffen an Bord zum gegenseitigen Kennenlernen organisieren. Zusätzlich zum Expeditionsprogramm mit Landgängen, Schlauchboot-Ausflügen, Vorträgen an Bord usw. haben Sie die Möglichkeit, sich mit dem Fotoreiseleiter und Ihren Mitreisenden über fotografische Themen auszutauschen, Unterstützung zu bekommen und bei gemeinsamen Bildbesprechungen Ihre fotografischen Fähigkeiten zu vervollständigen. Diese Bildbesprechungen finden oft abends statt, damit Sie nichts vom intensiven Expeditionsprogramm verpassen. 

Fotoreiseleiter Bernd Nill unterwegs in Spitzbergen
Fotoreiseleiter Bernd Nill unterwegs in Spitzbergen Jörg Ehrlich

Ist man immer gemeinsam als Fotogruppe unterwegs?  

Fotografieren ist eine individuelle Sache – Sie entscheiden selbst, ob Sie bei Landgängen dem Fotoreiseleiter über die Schulter schauen, mit Gleichgesinnten in einer der Gruppen losziehen oder lieber ihre eigenen Bildideen verfolgen möchten. Bitte beachten Sie, dass es aus Sicherheitsgründen unerlässlich ist, den Anweisungen des Expeditionsteams zu folgen und bei Ihrer Gruppe bzw. dem Guide zu bleiben. 

Was gibt es zu fotografieren?  

Abgesehen von den „Stars der Polarregionen“, den Tieren wie Eisbären in der Arktis und Pinguinen in der Antarktis, sind die fotografischen Möglichkeiten erstaunlich breit gefächert – sie reichen vom Schiffsalltag über Landschaftsaufnahmen, das besondere Licht der hohen Breitengrade, Details an Bord und an Land bis hin zu Porträts und Farbstudien. Erfahrungsgemäß ergeben sich dann die besten Möglichkeiten, wenn man unvoreingenommen – ohne sich von vornherein auf ein bestimmtes Bild oder Motiv zu fixieren – mit offenen Augen und wachen Sinnen auf Entdeckungsreise geht. Das bedeutet nicht, dass man nicht schon zu Hause überlegen kann und sollte, welche Bilder man mitbringen möchte; es kommt aber auch darauf an, unterwegs offen für fotografische Möglichkeiten, unerwartete Momente und überraschende Begegnungen zu sein. 

Morgenstimmung bei Smeerenburg mit Walross
Natur pur im Lilliehöökfjord
Bild 1: Morgenstimmung bei Smeerenburg mit Walross Bernd Nill
Bild 2: Natur pur im Lilliehöökfjord Bernd Nill

Welche Fotoausrüstung ist empfehlenswert?  

Eine, mit der Sie vertraut sind. Sich unterwegs in eine neue Kamera einzudenken oder neu gekaufte Objektive auszuprobieren, kann spannend sein, birgt aber auch die Gefahr unangenehmer Überraschungen, wenn etwas nicht so funktioniert wie gedacht oder schlicht die Übung fehlt. Unser Rat: Machen Sie sich bereits zu Hause gründlich mit Kameras und Objektiven sowie nötigem Zubehör vertraut, sodass Sie sich unterwegs ganz auf die entscheidenden Momente konzentrieren können.  

Abgesehen davon empfiehlt sich eine Kamera, die manuelle Einstellmöglichkeiten mitbringt bzw. mehr bietet als nur einen Automatikmodus. Spiegellose Systemkameras oder digitale Spiegelreflexen sind für viele Fotografen die Werkzeuge der Wahl, aber auch mit Bridge- und Kompaktkameras lassen sich gute Bilder machen. Die beste Kamera ist die, die Sie griffbereit haben – achten Sie aber trotzdem darauf, dass Ihre Fotoausrüstung gegen Feuchtigkeit geschützt ist.  

Nordlichter über dem Norden Norwegens
Nordlichter über dem Norden Norwegens Jörg Ehrlich

Welche Brennweiten sind nötig?  

Motivtechnisch bietet sich auf Expeditionskreuzfahrten in die Polarregionen für Brennweiten zwischen (Ultra-)Weitwinkel und (Super-)Teleobjektiv in jedem Bereich etwas – zum Beispiel Schiffsdetails, Landschaften, Blüten und natürlich Tiere unterschiedlicher Größe in unterschiedlichen Entfernungen. Eine Auswahl an Brennweiten zwischen 24 oder 28 mm im Weitwinkel- und 300 bis 400 mm im Telebereich deckt die meisten Einsatzbereiche ab. 

Häufig kommt die Frage, welches Tele ratsam ist. Ein relativ leichtes, gut zu handhabendes Telezoom – zum Beispiel als 70-200, 70-300, 80-400 oder 100-400 – ist ein gutes Allround-Objektiv; in letzter Zeit sieht man auf den Touren auch häufig Telezooms bis 500 oder 600 mm Brennweite (z. B. 200-500 oder 150-600). Diese sind vielseitig einsetzbar und bieten ein Plus an Reichweite. Festbrennweiten im Tele- und Supertele-Bereich liefern in aller Regel eine noch etwas bessere Bildqualität und mehr Lichtstärke, sind aber teuer, schwer und voluminös. Wichtig: Machen Sie sich bereits vor der Reise mit dem Objektiv und seiner Handhabung vertraut. 

Lohnt es sich, ein Stativ mitzunehmen?  

Das kommt darauf an, was Sie wie fotografieren möchten. Wer auf Langzeitbelichtungen aus ist oder eine sichere „Ablagemöglichkeit“ für ein großes und schweres Teleobjektiv sucht, kommt um ein stabiles Dreibein kaum herum. Zu beachten ist, dass sich an Bord des Schiffes die Schwingungen der Motoren auf die Kamera übertragen können und dass im Schlauchboot für ein Dreibeinstativ in aller Regel kein Platz ist. Ein Einbeinstativ kann ein akzeptabler Kompromiss sein, und für Actionkameras à la GoPro gibt es eine ganze Reihe unauffälliger, kleiner Halterungen (vom Stirnband bis zum Gorillapod).  

Synchron und schnell - Teilnehmer am Fotoworkshop
Synchron und schnell - Teilnehmer am Fotoworkshop Bernd Nill

Wie sieht es unterwegs mit der Stromversorgung aus? 

In den Kabinen und oft auch in den Gemeinschaftsbereichen (Lounge etc.) stehen Steckdosen zur Verfügung. Je nach Schiff benötigen Sie einen Adapter; Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte den Angaben zum Schiff – oder Sie fragen Ihre DIAMIR-Polarexpertinnen. Es kann außerdem sinnvoll sein, einen kleinen Mehrfach-Verteiler mitzunehmen, vor allem dann, wenn man viele Geräte (Kamera-Akkus, Laptop, Tablet etc.) aufzuladen hat oder wenn man sich eine Kabine – und deren Steckdosen – mit anderen Reisenden teilt.  

Schon wegen der Datensicherung empfiehlt es sich, einen Laptop, ein Notebook oder ein Tablet mitzunehmen; bei den Fotoreisen kann man darauf dann auch eine Bildauswahl vornehmen, zum Beispiel für die Bildbesprechungen. Gegebenenfalls ergänzt ein externer Datenspeicher (Festplatte oder SSD) die Ausrüstung. Auf vielen Schiffen stehen den Gästen einige öffentliche Computer zur Verfügung, die sich zur Datenübertragung von der Kamera oder der Speicherkarte auf eine Festplatte verwenden lassen; bedenken Sie bitte mögliche Kompatibilitätsprobleme und Kapazitätsengpässe, wenn viele Mitreisende von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Es ist in aller Regel einfacher, die eigene Technik zu verwenden. 

Lichtspiele mit Schiff
Neugieriger Polarfuchs
Bild 1: Lichtspiele mit Schiff Olivier Blaud
Bild 2: Neugieriger Polarfuchs Eveline Teufel

Kann man auf den normalen Expeditionskreuzfahrten auch fotografieren? 

Selbstverständlich – das Festhalten der einzigartigen Momente im Bild ist ein ganz wesentlicher Bestandteil jeder Reise. Sie werden an Bord feststellen, dass die meisten Gäste eine Kamera dabeihaben und rege Gebrauch davon machen. Die Bandbreite reicht dabei vom Smartphone bis zur umfangreichen digitalen Spiegelreflex-Ausrüstung. Insofern steht intensiver Fotografie an Bord, an Land und auf den Zodiac-Panoramafahrten nichts im Weg. Die DIAMIR-Fotoreisen sind dabei explizit für diejenigen gedacht, die sich unterwegs gern intensiver mit dem Thema Fotografie beschäftigen möchten, den Austausch in einer kleinen Gruppe fotografisch Interessierter suchen, an Bildbesprechungen Interesse haben, von den Anregungen, Tipps und der Erfahrung des Fotoreiseleiters profitieren wollen und die Chance wahrnehmen möchten, die eigenen fotografischen Fähigkeiten zu verbessern. 

Sie haben Fragen zu unseren Expeditionskreuzfahrten?

Ich helfe Ihnen gern weiter.

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Sylvia Wesser
Abteilungsleitung Nordamerika, Europa, Arktis & Antarktis
Mein erster Besuch auf Spitzbergen war mehr ein beruflicher Zufall als geplant und ist mir bis heute in lebhafter Erinnerung. Der Schritt aus dem Flugzeug und der erste Atemzug der klaren, reinen arktischen Luft – ein unvergessliches Gefühl. Die raue Schönheit der Fjorde, die wilde Landschaft, die bunten Häuschen und... Mehr

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