Ein Tapir steht im Corcovado Nationalpark in Costa Rica, darauf sitzt ein Vogel.

Tapir Revier

Costa Rica: Tapir Safari im Corcovado Nationalpark

Teilen Thomas Kimmel 14.12.2023

Auf Spurensuche zwischen Regenwald und Pazifik: Nur die besten Guides des Landes wissen, wo man in Costa Rica Tapire beobachten kann. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über eine Safari im Corcovado Nationalpark und finden Antworten auf häufig gestellte Fragen und zum Ablauf einer Tapir Safari.

Wildnis im Corcovado
Costa Rica: Tiere im Naturführer
Bild 1: Wildnis im Corcovado Thomas Kimmel
Bild 2: Costa Rica: Tiere im Naturführer Thomas Kimmel

Aras und Faultiere: Costa Ricas artenreichster Nationalpark

Der Corcovado Nationalpark gilt als der Hotspot des Artenreichtums in Mittelamerika. So ist der Corcovado der einzige Park, in dem alle vier mittelamerikanischen Affenarten vorkommen. Brüllaffen, Klammeraffen, Kapuzineraffen und das Totenkopfäffchen bevölkern die Baumkronen. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 5 Prozent der weltweit vorkommenden Tierarten im Schutzgebiet zu finden sind. National Geographic bezeichnete das 41.788 Hektar große Refugium deshalb einst als den „biologisch intensivsten Ort der Erde“.

Mehr als 100 Amphibien- und Reptilienarten, rund 140 Säugetierarten und über 350 Vogelarten leben im Corcovado Nationalpark. Hinzu kommen rund 6000 Insektenarten, die durch das Unterholz fliegen, krabbeln und schwirren. Die Naturräume des Corcovado setzen sich aus Lagunen, Mangrovenwäldern, Flüssen und Feuchtgebieten sowie einer 46 Kilometer langen Küstenlinie zusammen.

Costa Rica: Scharlacharas vor ihrer Bruthöhle
Costa Rica: Scharlacharas vor ihrer Bruthöhle Thomas Kimmel

Corcovado Nationalpark: Anreise ins Reich der Tapire

Der Nationalpark Corcovado liegt auf der Halbinsel Osa im Südwesten Costa Ricas. Reisen in den Corcovado Nationalpark finden ihren Ausgangspunkt in der Regel in der Hauptstadt San José und führen zunächst nach Sierpe oder in die Hafenstadt Puerto Jiménez. Von dort aus starten Tagestouren in den Park oder es geht mit dem Boot bis zur einer der Rangerstationen weiter. Wer sich für den Wasserweg entscheidet, kann unterwegs mit etwas Glück Meeresschildkröten und Delfine beobachten.

Mit dem Boot unterwegs im Nationalpark
Mit dem Boot unterwegs im Nationalpark Archiv

Kein Bier beim Tapir? Umweltschutz bis in die Brotdose

Ein besonderer Tipp im Corcovado Nationalpark sind die Dschungeltrekkings mit Startpunkt Puerto Jiménez. Vom Büro der Parkverwaltung aus können Aktivreisende den Park erkunden. Auf abenteuerlichen Wandertouren geht es durch das Grün des mittelamerikanischen Regenwaldes. Für mehrtägige Touren steht die Rangerstation La Sirena zum Übernachten bereit – ein einmaliges Erlebnis. Aber Vorsicht: Ranger der Nationalparkverwaltung kontrollieren das Gepäck auf Alkohol und mitgebrachte Lebensmittel. Proviant, Alkohol, Plastikflaschen und Zigaretten sind im Park verboten. Damit soll verhindert werden, dass die Tierwelt im Park mit Essensresten gefüttert oder durch „wild gewordene Touristen“ gestört wird.

Rangerstation La Sirena
Lunch in La Sirena
Bild 1: Rangerstation La Sirena Thomas Kimmel
Bild 2: Lunch in La Sirena Thomas Kimmel

Im Hochbett beim Ranger: Übernachtung im Corcovado Nationalpark

Die Rangerstation La Sirena gilt als Geheimtipp unter Ökotouristen und Tierliebhabern. Wer im Corcovado Nationalpark übernachten möchte, findet nach Voranmeldung in der Station einen Schlafplatz. Geschützt von Moskitonetzen wird im offenen Schlafsaal in Doppelstockbetten übernachtet. Nächtliches Wetterleuchten, Sternschnuppen und der direkte Blick vom Bett in den Regenwald sind inklusive.

Costa Rica: Tapir Safari im Corcovado Nationalpark

Irgendwie eine Mischung aus Schwein und Elefant, eigentlich aber näher mit Pferden und Nashörnern verwandt, sind Tapire eine faszinierende Tierart. Im Gebiet zwischen dem Süden Mexikos und den Ausläufern der Anden in Kolumbien lebt der Mittelamerikanische Tapir, dessen Bestand auf nur noch etwa 5500 Tiere geschätzt wird.

Die besten Erfolgsaussichten, einen Mittelamerikanischen Tapir in Costa Rica zu beobachten, hat man im Corcovado Nationalpark. Die eigentümlichen Tiere ziehen durch ihre Reviere im Schutzgebiet und pendeln dabei regelrecht zwischen den Stränden an der Pazifikküste sowie den Wiesen und Lichtungen im Regenwaldgebiet. Die Chancen, im Alleingang einen Tapir zu beobachten, sind allerdings de facto fast null.

Tapir in Costa Rica
Tapir in Costa Rica Thomas Kimmel

Unterwegs im Corcovado: Tour mit Guide

Wer in Costa Rica Tapire sehen möchte, hängt sich am besten an die Fersen eines erfahrenen Guides. Diese kennen die Wege und Waldpfade, auf denen sich die Tiere bewegen. Oft sind die Männer und Frauen auch mit Funkgeräten untereinander „verbunden“ und versuchen – in der Hoffnung auf ein kleines Trinkgeld – sich gegenseitig bestmöglich zu leiten. Es gilt, den Tapir auf seiner Tageswanderung abzupassen. Idealerweise auf einer Lichtung oder einer Sichtschneise entlang der Waldwege. 

Die besten Tageszeiten für eine Costa Rica Tapir Safari sind der frühe Morgen oder späte Nachmittag. In der Mittagshitze werden die Tiere träge und liegen oft versteckt im hohen Gras oder Dickicht. In der Regel ist die Beobachtungszeit bei einer erfolgreichen Tapir Sichtung zudem recht kurz. Doch keine Sorge: Im Corcovado Nationalpark kann man bei Wanderungen und Pirschgängen auch der Rest der vielfältigen Tierwelt Costa Ricas entdecken. Aras, Tukane, Leguane, Nasenbären und viele andere „Locals“ können gesichtet werden.

Ein Tukan im Corcovado Nationalpark
Affe in Costa Rica
Bild 1: Ein Tukan im Corcovado Nationalpark Thomas Kimmel
Bild 2: Affe in Costa Rica Thomas Kimmel

Praktische Informationen für Ihre Costa Rica Safari

Welche Tiere leben in Costa Rica?

Costa Rica ist ein Hotspot der Artenvielfalt in Mittelamerika. Auf einer Safari in Costa Rica können unter anderem Tapire, Faultiere und Nasenbären beobachtet werden. Scharlacharas, Tukane und Kolibris, sowie der Göttervogel Quetzal sind die bekanntesten Vertreter der Vogelwelt in Costa Rica. Jaguare und Pumas sind im Corcovado Nationalpark zwar in hoher Zahl vertreten, jedoch nicht leicht zu entdecken. Hinzu kommen zahlreiche Reptilien, Amphibien und Insektenarten.

Wann ist die beste Zeit für eine Safari in Costa Rica?

Eine gute Reisezeit für eine Costa Rica Safari ist in der Trockenzeit zwischen Ende November und Anfang April. In dieser Zeit fällt kaum Regen, und die Tagestemperaturen liegen zwischen 25 und 30 °C. 

Von einem Besuch des Corcovado Nationalparks im Oktober ist wegen des vielen Regens abzuraten. Der Park ist meistens den ganzen Monat geschlossen. In den Monaten Mai, Juni und September ist der Park je nach Wetterlage teilweise tageweise geschlossen.

Kann man im Corcovado-Nationalpark übernachten?

Im Corcovado Nationalpark kann man in der Rangerstation La Sirena übernachten. Geschlafen wird im offenen Schlafsaal in Doppelstockbetten, allesamt geschützt durch Moskitonetze.

Was ist das Besondere am Corcovado-Nationalpark?

Der Corcovado Nationalpark ist eines der einzigartigsten Ökosysteme Mittelamerikas. Auf einer Fläche von 41.788 Hektar befinden sich ein Moasik aus Lagunen, Mangrovensümpfen, Flüssen, Feucht- und Nebelwäldern sowie 46 Kilometer Sandstrand. National Geographic bezeichnete das Refugium als den „biologisch intensivsten Ort der Erde“.

Was sollte man für eine Tapir Safari mitbringen?

Geduld. Denn Geduld zahlt sich bei den scheuen Tieren oft aus. Man kann Tapire mit etwas Glück aus gut 25 Metern Entfernung beobachten.

Welche Kamera brauche ich für eine Costa Rica Safari?

Fotografen sei auf einer Costa Rica Safari eine Kamera mit einem 400 mm Objektiv ans Herz gelegt. Mit dieser Ausrüstung lassen sich Vögel, Affen und Tapire auch aus ca. 25 Metern Entfernung oder in den Baumkronen gut fotografieren. Generell ist jedoch die beste Kamera die, die man schnell zur Hand hat. Auch ein Smartphone kann sich als durchaus nützliches Gerät zum Fotografieren entpuppen.

Eine Gruppe von Nasenbären in einem Nationalpark in Mittelamerika. Sie bewegen sich durch das hohe Gras.
Reisezeit:
November bis April
Anreise:
Flugzeit 14h
Zeitunterschied:
-7 Stunden
Violeta Masias-Bröcker

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